Kurz gesagt
Ein stabiles Heimnetz entsteht durch Planung, nicht durch teure Geräte: Feste Arbeitsplätze und Fernseher ans Kabel, Mobiles ins WLAN, dazwischen ein Switch mit genug Ports und eine Verkabelung, die zur tatsächlichen Länge passt.
Heimnetze wachsen selten geplant. Erst kommt der Router, dann ein Switch hinter dem Fernseher, dann ein Repeater, weil das Arbeitszimmer schlecht versorgt ist. Das Ergebnis funktioniert meistens irgendwie - und lässt sich mit wenigen Entscheidungen deutlich verbessern.
Die Grundentscheidung: Kabel oder Funk
Die ehrliche Antwort lautet: beides, aber nicht beliebig. Alles, was fest steht und dauerhaft Daten überträgt, gehört ans Kabel. Alles, was bewegt wird, gehört ins WLAN. Der Grund ist nicht die Höchstgeschwindigkeit auf dem Datenblatt, sondern die Gleichmäßigkeit: Ein Kabel liefert unter Last nahezu konstante Latenzen, ein Funkkanal teilt sich die Zeit unter allen Teilnehmern auf. Die Abwägung im Detail steht unter LAN oder WLAN.
Verkabelung: mehr Kategorie hilft nicht automatisch
Cat 8 im Wohnzimmer ist verschwendetes Geld. Die Kategorien beschreiben, welche Frequenzen über welche Länge sicher übertragen werden - und Haushaltsstrecken sind kurz. Für Neuinstallationen ist Cat 6a der sinnvolle Standard, vorhandene Cat-5e-Strecken tragen mehr, als ihr Ruf vermuten lässt. Welche Kategorie was leistet, steht im Kabelvergleich.
Der Switch als ruhige Mitte
Der Switch ist das Gerät, das am seltensten Probleme macht und am häufigsten falsch gekauft wird: zu wenige Ports, kein Bedarf für Verwaltungsfunktionen, dafür ein Lüfter im Wohnzimmer. Worauf es wirklich ankommt - Portzahl, Geschwindigkeit, Power over Ethernet, Lautstärke -, steht unter Switch kaufen.
Wenn im Rechner der Anschluss fehlt
Ist der Onboard-Anschluss defekt oder zu langsam, kommt eine Steckkarte oder ein USB-Adapter ins Spiel. Die Auswahl läuft wieder über den Chipsatz, nicht über die Verpackung: siehe Netzwerkkarten und Adapter. Bleibt die neue Karte stumm, hilft die Fehlersuche weiter.