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SysKonnect Ratgeber für Netzwerktechnik

Netzwerktreiber einrichten und reparieren

Der Treiber ist die Stelle, an der Netzwerkprobleme am häufigsten entstehen und am schnellsten zu lösen sind. Wer weiß, wie man das geladene Modul ausliest, den Adapter über seine PCI-ID identifiziert und Einstellungen dauerhaft ablegt, spart sich den Griff zur nächsten Karte.

Kurz gesagt

Netzwerktreiber werden nicht nach Kartenmodell ausgewählt, sondern nach PCI-ID. Wer die ID kennt, findet das passende Kernel-Modul oder den Windows-Treiber in wenigen Minuten - und weiß auch, ob die Karte überhaupt noch unterstützt wird.

Der Treiber ist die Stelle, an der Netzwerkprobleme am häufigsten entstehen und am schnellsten zu lösen sind. Fast alle Fälle, die wie ein Hardwaredefekt aussehen, sind in Wahrheit ein nicht geladenes Modul, ein Firmware-Paket, das nicht installiert ist, oder eine Energiesparfunktion, die die Verbindung schlafen legt.

Immer zuerst die PCI-ID

Modellnummern auf Kartenaufklebern sagen wenig, weil Hersteller unter demselben Namen über Jahre unterschiedliche Chips verbaut haben. Verlässlich ist nur die PCI-ID aus vier plus vier Hex-Ziffern. Unter Linux liefert lspci -nn genau diese Angabe, unter Windows die Hardware-ID im Geräte-Manager. Erst mit dieser ID lässt sich sagen, welches Modul zuständig ist. Der komplette Ablauf steht im Ratgeber Linux-Netzwerktreiber einrichten.

In-Kernel schlägt Herstellerpaket

Ein Modul, das im Linux-Kernel gepflegt wird, wird bei jedem Kernel-Update mitgebaut. Ein extern übersetztes Herstellermodul muss dagegen nach jedem Update neu gebaut werden und bricht irgendwann an einer geänderten Schnittstelle ab. Für die allermeisten Karten ist deshalb das In-Kernel-Modul die bessere Wahl, selbst wenn der Hersteller ein eigenes Paket anbietet.

Das gilt auch für die alten SysKonnect-Adapter: Der Herstellertreiber sk98lin ist seit Jahren aus dem Mainline-Kernel verschwunden, die Hardware läuft trotzdem, weil skge und sky2 sie abdecken. Welches Modul zu welcher Karte gehört, steht unter sk98lin, skge und sky2, die Modellnummern selbst im Adapter-Archiv.

Wenn gar nichts auftaucht

Taucht der Adapter weder unter ip link noch im Geräte-Manager auf, ist die Reihenfolge der Prüfschritte entscheidend: erst Hardware-Erkennung, dann Modul, dann Konfiguration. Wer mitten in der Kette anfängt, sucht typischerweise am falschen Ende. Die Schritte in der richtigen Reihenfolge stehen unter Netzwerkkarte wird nicht erkannt.

Einstellungen dauerhaft ablegen

Ein per Hand gesetzter Wert überlebt keinen Neustart. Modulparameter gehören nach /etc/modprobe.d/, dauerhafte Schnittstellenoptionen in die Konfiguration des jeweiligen Netzwerkdienstes. Alles, was nur in der Shell gesetzt wurde, ist nach dem nächsten Reboot weg - ein Klassiker, der als sporadischer Fehler zurückkommt.

Wer statt an der Software zu drehen lieber neue Hardware setzt, findet die Auswahlkriterien unter Netzwerkkarten und Adapter.

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Häufige Fragen

Wie finde ich heraus, welches Modul meine Netzwerkkarte gerade benutzt?

Unter Linux zeigt lspci -k den Eintrag 'Kernel driver in use' pro Gerät. Alternativ nennt ethtool -i <schnittstelle> Treibername und Version. Unter Windows steht der Treiber im Geräte-Manager unter Eigenschaften und Treiber.

Brauche ich für alte Karten noch den Herstellertreiber?

In der Regel nicht. Für die verbreiteten Chipfamilien liegen die Treiber seit vielen Jahren im Linux-Kernel und in Windows Update. Herstellertreiber aus den 2000er-Jahren lassen sich gegen aktuelle Kernel meist gar nicht mehr übersetzen.

Nach einem Kernel-Update ist die Netzwerkkarte weg. Was tun?

Fast immer fehlt ein extern gebautes Modul, das gegen den alten Kernel übersetzt war. Prüfen, ob ein In-Kernel-Modul dieselbe Karte bedient, und in dem Fall auf dieses wechseln - das überlebt jedes weitere Update.

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